justadreamer

März 28, 2011

Uns trennt die Zeit.

Februar 24, 2011

Kleinkarierte Kästchen

25*13 kleine Kästchen auf der Lehne eine S-Bahn-Sitzes.
Ein kleines Kästchen, so groß wie die Kuppe eines Daumens, und ein Abstand zum nächsten kleinen Kästchen.
Jedes kleine Kästchen allein in der Kleinkariertheit des Musters.
25*13 kleine Kästchen auf der Lehne meines S-Bahn-Sitzes.
Eines für jeden Fahrgast in der S-Bahn, der alleine fährt und alleine weiter fahren wird. Der immer den Sicherheitsabstand zum nächsten Menschen einhält.
Jeder Fahrgast allein in der Kleinkariertheit seines Lebens.
25*13 kleine Kästchen auf der Lehne eines S-Bahn-Sitzes.
Wie all die Menschen um mich herum, anzuordnen mit System, in Reihen und Zeilen. Und nicht zu vergessen der Sicherheitsabstand. Wirklich berühren werden Kästchen einander nie.
Jeder Mensch allein in der Kleinkariertheit seines Lebens.
25*13 kleine Kästchen auf der Lehne jedes S-Bahn-Sitzes.
Eines für jeden Tag im Jahr, den man nicht nachträglich löschen möchte. Der immer für sich alleine stehen wird, es fehlt der rote Faden, wie zu oft.
Jeder Tag allein in der Kleinkariertheit des Lebens.
25*13 kleine Kästchen auf der Lehne eines S-Bahn-Sitzes.
25*13 kleine Kästchen auf der Lehne eines S-Bahn-Sitzes sind 325 Kästchen.

Dezember 31, 2010

Filed under: Alles,Geschriebenes,Lebendig,Persönliches,Philosophisches — Julchen @ 2:17 pm

Poesie sind die Reime, die das Leben schreibt.

März 30, 2010

Konvertieren – Teil 1

Filed under: Geschriebenes,Persönliches,Religion — Julchen @ 2:01 pm

Bald 9 Monate ist es her, dass ich beschlossen hatte, dass ich glaube und Christ bin – mich aber mit der katholischen Sicht der Dinge nicht mehr anfreunden kann.  Dann begann das Semester,  Semesterstress, und ich beschloss irgendwann in den Semesterferien dieses Projekt mal in Angriff zu nehmen…

Meine Profs sahen in dieser Tatsache auch kein Problem – wer evangelische Theologie studiere, könne ruhig auch einer indianischen Stammesreligion anhängen und konstatierte, dass man Konfessionen schließlich nicht wie die Unterwäsche wechseln tut.

In der Tat.  Und trotzdem – mein Entschluss stand fest. So eilte ich heute morgen zur Bushaltestelle (der Busfahrer wartete netterweise auf mich während ich die letzten 100m zurücklegte) und fuhr in die Kreisstadt zum Amtsgericht. Der Pförtner röntgte meine Tasche in der Sicherheitskontrolle, alles ganz wie beim Flughafen, und kassierte dann mein Handy ein… Nunja.  Zwei Stockwerke höher erledigte ich dann die Formalitäten (Perso vorzeigen,  unterschreiben) und wurde dann zur Kasse ins Erdgeschoss geschickt: 30 Euro. Nun, das waren mir die 30 Euro wert. Mit dem Beleg vom Zahlungsinspektor zurück, Bescheinigung erhalten, und ab nach Hause…

Augenblicklich also konfessionslos…

März 24, 2010

Filed under: Alles,Geschriebenes,Lebendig — Julchen @ 10:23 am

schwarz – weiß – schwarz

weiße flecken in der schwarzen welt

weiß – schwarz – weiß

viele weiße flecken in der schwarzen welt

komplementäre einstellungen

viele schwarze flecken in der weißen welt

weiße welt

schwarze welt

graue welt

meine welt

März 21, 2010

Zeit zum Träumen

Man kann leben, essen, trinken, lernen, Freunde treffen, Spaß und Stress haben, und wenn man nicht aufpasst, geht die Zeit zum Träumen verloren.
Die Zeit des Tages, in denen man Gedanken und Spinnereien nachhängt, sich in selbst erschaffenen fiktiven „Was-wäre-wenn“ -Welten verliert.
In denen manchmal zauberhafte Sätze entstehen, bunte Bilder und wahre Worte den eigenen Kopf über Stift, Tastatur, Mund und Ohr verlassen. Gedankenluft.
Theoretische Fahrstunden bieten Zeit zum Täumen und lassen mich eine schon fast vergessene Tätigkeit wieder finden.
Ab jetzt wird wieder mehr geträumt, mehr geschrieben, und mehr gebloggt. Und doch:

Wird man Erwachsen wenn man die Zeit zum Träumen vergisst? Wenn Tagträume an Bedeutung verlieren?

Dezember 23, 2009

Warum Weiße Weihnacht ?

Filed under: Alles,Geschriebenes,Gesellschaftskritisches,Philosophisches — Julchen @ 10:12 pm

Sie alle träumen von einem weißen Weihnachtsfest. Von Tannenbäumen, die romantisch eingepudert sind, von Schnee in den Wäldern, auf den Wiesen und Feldern. Doch warum? Warum Schnee? Weil es hier etwas besonderes, etwas nicht alltägliches ist, genauso wie Weihnachten, die Geburt Jesu nichts gewöhnliches ist? Weil es diese besondere Atmosphäre, die über diesem einzigartigen Fest liegt, noch unterstreicht? Weil es nostalgisch ist und die Älteren weiße Weihnacht aus ihrer Kindheit als „normal“ kennen?

Weiße Weihnacht impliziert Schnee. Schnee zum Schüppen, wer einmal 30cm Neuschnee weggeschaufelt hat, weiß was das heißt: Viel Zeit zum Nachdenken. Schnee verursacht Stille, dämpft alle Geräusche, verschluckt Schritte, knirscht unter den Füßen.
Schnee stoppt die Zeit, hält die Zeiger an: Kaum einer fährt mit dem Auto auf eingeschneiten Straßen, alle sind fußläufig, langsam, haben Zeit für Spaziergänge und Schneeballschlacht. Termine, Stress fallen aufgrund von widrigen Witterungsverhältnissen weg.
Schnee macht „hell“. Es braucht nur ein bisschen Sternenlicht oder Mondenschein, und die Nacht ist nicht mehr dunkel und finster. Im Schnee liegen und den Blick nach oben, auf den sternenklaren Winterhimmel gerichtet haben.
Schnee versteckt alles. Geräusche, Gräser, Blumen, Bäume, Autos. Schnee deckt alle(s) zu. Schnee kann erdrücken und scheinheilig weiß wirken.

Aber dieses Jahr: Weiße Weihnachten mit dem (restlichem) Schnee von den großen Mengen Neuschnee vom Sonntag, der für ein bisschen weihnachtliche Romantik reicht, und nicht die Luft zum Atmen nimmt.

September 22, 2009

Herbst

Filed under: Alles,Geschriebenes,Lebendig,Persönliches,Philosophisches — Julchen @ 11:52 pm

Die Blätter werden bunt, die Blätter fallen, Nebel wallen.
Jeden Tag ein bisschen mehr, alles verändert sich, ist im Fluss, und doch kann man diesen Vorgang der Veränderung nicht beobachten, aber eins steht fest: Der Sommer ist vorbei.
Was bleibt sind die bunten, farbenfrohen Blätter, die bald braun werden.
herbstlaubklein
Blätter für Laubschlachten und für Laubhaufen; die ersten Blätter sind gefallen, in zwei Wochen reichen sie für Laubschlachten und Laubhaufen. Den Herbst um sich schleudern und sich in den Herbst fallen lassen, sich im Herbst verlieren und so. Wer ist Kind und Mensch genug und ist dabei?
Im Herbst ist der Himmel klar und blau oder grau in grau.
Im Herbst verblasst was war.
Altes geht und Neues kommt, mit dem Sommer verschwindet das Gefühl der unbegrenzten Freiheit. Doch die Angst vorm Loslassen des Alten, des Sommers und die Angst vor Neuem, die freudig erregt, die bleibt.
Der Herbst ist eine Zeit der Zwiespältigkeit.
Nicht Sommer, nicht Winter.
Herbst.

August 31, 2009

Erwachsen werden

Wir sollen groß sein und Verständnis haben, auch wenn wir noch ganz klein sind. Wir müssen Erwachsen werden, das erste Mal einen Vertrag unterzeichnen, Bewerbungsgespräche führen, ein Konto eröffnen, wählen gehen.
Aber Erwachsen werden heißt nicht sich anpassen, das Ich aufzugeben, sondern Verantwortung zu übernehmen und Rechte zu erhalten.
Erwachsen werden geht nicht von heute auf morgen, schließlich ist 18 nur das Alter der Volljährigkeit.
Und wer dem Kind in sich nicht genug Platz zum Leben gibt, wird wohl nie Erwachsen werden…

August 26, 2009

Träume können platzen,

Filed under: Alles,Geschriebenes,Lebendig,Philosophisches — Julchen @ 4:55 pm

dann ist es wichtig, Schadensbegrenzung zu betreiben und besser, einen Traum aufzugeben um einen anderen zu ermöglichen als zwei Träume zu verlieren.

Manche Träume können in harten Zeiten den Durst nach Leben stillen, Träume halten uns über Wasser, auch wenn wir kurz vorm Ertrinken sind.

Träume verleihen Flügel – oder sind Bremsklötze auf unserem Lebensweg, wenn wir uns im falschen Augenblick an sie klammern. Oder es sind Bleiklötze, die uns unter Wasser ziehen, wenn wir vergessen, loszulassen.

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