justadreamer

Dezember 9, 2010

Studivz-Gruppen oder eine Selbstbeschreibung der besonderen Art

  • „Du hast ne` Macke und deswegen mag ich dich!“
  • „Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna“
  • „Nudeln machen“ ist auch „kochen“!
  • „Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch“.
  • „To do“-Listen abhaken macht mich glücklich
  • ‚Die haben „naiv“ aus dem Wörterbuch gestrichen!‘.’echt jetzt?‘
  • *Ich bin garantiert nicht so, wie du mich einschätzt…*
  • ..und dann hab ich die Realität einfach aufgegessen.
  • 14.TUMMS
  • 2.7.1828 Schlacht bei Fischeln!
  • 3,1415926535897932384626433832795028841971693993
  • [Club der toten Dichter]
  • [Traummodus an] Realität ist was für Spießer!
  • Allein sein zu müssen is das schwerste,es zu können das schönste
  • Als Gott den Orientierungssinn vergab, hatte ich mich verlaufen.
  • Also ich mag Wuppertal…
  • Auf nach Irgendwo
  • Barfuss im Regen tanzen
  • Christen lästern nicht… Sie tauschen Gebetsanliegen
  • Das „EINZIGSTE“ gibt es DOCH!! 😛
  • Das ist keine Unordnung, das ist ein alternatives Ablagesystem!!
  • Der Alle-mal-malen-Mann
  • Die Hütte – Ein Wochenende mit Gott
  • Erwachsenwerden? Ich mach ja viel Scheiß mit, aber nicht jeden!
  • Fans-eigenartiger-Wörter-die-öfter-benutzt-werden-sollten
  • Finger weg von meiner Seifenblase du Vollzeitpessimist!
  • Für Humboldts Bildungsideal
  • Gott ist tot. Nietzsche – Nietzsche ist tot. Gott
  • Ich bereue nichts – das wäre unprofessionell.
  • Ich bin ein Niveau-Chamäleon
  • Ich fahre Deutsche Bahn – Mich schockiert nichts mehr!
  • Ich glaube ganz naiv an das Gute im Menschen
  • ich habe ein Motivationsproblem bis ich ein Zeitproblem habe
  • Ich kann nicht einschlafen, weil mich das Grübelmonster quält!
  • Ich leide nicht an Realitätsverlust.. ich genieße ihn..
  • Ich male skurrile Bilder beim Telefonieren °!°
  • Ich rechne mir nachts aus, wie lange ich noch schlafen kann.
  • Ich singe falsch, laut und mit Begeisterung!
  • Ich teile heimlich durch Null
  • In Wuppertal ist Sommer, wenn der Regen warm wird…
  • Ist noch λ? Nein das φ ist noch ρ!
  • Ja, Ich glaube an Gott!
  • Ja, ich hätte gerne zeitnah eine Antwort auf meine SMS.
  • Jede Entscheidung ist ein Massenmord an Möglichkeiten
  • Jenseits der 30 SWS – Schlaf ist für Weicheier
  • Kniet nieder, Barbaroi – wir haben das Graecum
  • Latein? Lächerlich. Altgriechisch – Welcome to the next Level!
  • LaTeX
  • Leben. Genießen.
  • Lieblingslieder
  • Luzid Träumen
  • Mach mit! Eine Rote Schleife gegen Aids
  • Mathe in Wuppertal
  • Mathe ist kein Arschloch – es hatte nur eine schwierige Kindheit
  • Mathe und Theologie – und es passt doch zusammen! 🙂
  • Mathe-Freaks
  • Mathekalender
  • Mathematik-Olympiade
  • Mathematiker sind die besseren Liebhaber – Beweis gefällig?
  • Mehr Spaß am Leben durch infantiles Verhalten
  • Mein Wecker kämpft nicht fair… er greift an, wenn ich schlafe.
  • Meine Entscheidung ist endgültig, außer ich entscheide mich um
  • Meine Träume sind besser als Fernsehen
  • Menschen ohne Orientierungssinn
  • Monty Python
  • Männer mit langen Haaren bzw. Mädels die diese toll finden
  • o.B.d.A. – offensichtlich Bedingt durch Alkohol
  • Obacht du Schelm, nun ist’s genug mit der Firlefanzerei!!
  • People change. Shit happens. Life goes on.
  • Robert Gernhardt – Poesie für Genießer
  • Schlechte Witze – Irgendwann ist der Spaß vorbei !
  • Semesterferien? Kann man sie essen?
  • Sich-zu-viele-Gedanken-Macher
  • SoAk-NRW Ehemalige/Dozenten
  • Spazierengehen wird im Allgemeinen unterschätzt…
  • Stellt euch ein langes, schönes Tal vor.
  • Theologie Wuppertal
  • Tollpatsch?Und wenn schon-ohne uns hättet ihr auch nix zu lachen
  • treffen sich walfisch und thunfisch …
  • Und die Schneeflocken fallen. Am Seerosenteich.
  • Und manchmal ist ein Lied die Welt für mich.
  • unrealistische Pläne sind voll mein Ding.
  • Warum fährt das erste Auto im Stau nicht einfach weiter?
  • Wenn Katholiken auf eine Demo gehen, sind sie dann Protestanten?
  • Wer mit seinem Latein am Ende ist, kann Griechisch lernen!
  • Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiss wie Wolken schmecken.
  • When I was your age, Pluto was a planet.
  • When I was your age, Solingen Hbf was called Solingen Ohligs
  • Wir lieben Mathewitze
  • xkcd
  • Zur Kreuzigung? Gerade aus, hinten links- jeder nur ein Kreuz
  • Zur Realität hab‘ ich nur sporadisch Kontakt…
  • § 962 BGB – Ich darf meinen Bienenschwarm verfolgen!
  • ˙·٠•● Alleine schlafen ist doof ●•٠·˙
  • Εν αρχη ην ο Λογος
  • ξ is mal eindeutig der coolste griechische Buchstabe!

November 30, 2010

Akronym

Verdammt, bitte, Leute, googelt Akronym. Schlagt es im Duden und im Fremdwörterbuch nach, das Wort gehört zu meinem aktiven Wortschatz. Und ich hab heute gefühlt 100 Leute befragt, und heute Abend endlich wenigstens einen gefunden, der wissend war.  Warum wissen nicht mal lausige 20 Prozent was ein Akronym ist?

!Akronym!

Oktober 24, 2010

Filed under: Alles,Lebendig,Mathematik,Spass am Leben,Studium — Julchen @ 9:29 pm

Semester ist, wenn man nicht mehr genug Schmierpapier haben kann.

März 21, 2010

Zeit zum Träumen

Man kann leben, essen, trinken, lernen, Freunde treffen, Spaß und Stress haben, und wenn man nicht aufpasst, geht die Zeit zum Träumen verloren.
Die Zeit des Tages, in denen man Gedanken und Spinnereien nachhängt, sich in selbst erschaffenen fiktiven „Was-wäre-wenn“ -Welten verliert.
In denen manchmal zauberhafte Sätze entstehen, bunte Bilder und wahre Worte den eigenen Kopf über Stift, Tastatur, Mund und Ohr verlassen. Gedankenluft.
Theoretische Fahrstunden bieten Zeit zum Täumen und lassen mich eine schon fast vergessene Tätigkeit wieder finden.
Ab jetzt wird wieder mehr geträumt, mehr geschrieben, und mehr gebloggt. Und doch:

Wird man Erwachsen wenn man die Zeit zum Träumen vergisst? Wenn Tagträume an Bedeutung verlieren?

Dezember 22, 2009

Frost

Filed under: Alles,Lebendig,Spass am Leben — Julchen @ 5:19 pm

Es gibt kalte und nahezu eingefrorene Hände und Füße.
Es gibt unangenehme Kälte und Kälte, die nicht nur im Gesicht stechend und beißend ist.
Es ist nicht das gleiche, ob es „kalt“ bei Temperaturen um den Gefrierpunkt oder klirrend kalt bei -20° ist. Bei solchem Frost gewinnen die Worte „Mir ist kalt“ eine ganz neue Bedeutung, es ist wirklich unerträglich kalt. Da hilft dann nur noch Bewegung um nicht anzufrieren, zwei Paar Socken, zwei Hosen, Pullis, Jacken, Mäntel, Schals und Mützen allein reichen nicht aus. Und wirklich warme, mollige Ski-Fäustlinge bewähren sich bedeutend besser als einfache Frottee-Fingerhandschuhe, aber dennoch: Auf derartige Frostperioden sind meine Winterklamotten nicht ausgerichtet, und sie sind ganz klar ein Grund zum Heizen.
Bei solchem Wetter über einen Romantik-Weihnachtsmarkt zu spazieren, durch Schnee und mit Glühweinstops, ist absolut genial, und kalt….

November 2, 2009

Wichtige Daseins-Fragen

Filed under: Alles,Philosophisches,Sinnlos,Spass am Leben — Julchen @ 3:18 pm

Wie benutzen Menschen mit einem vierstelligem Geburtstag ein dreistelliges Zahlenschloss?

Oktober 27, 2009

38 SWS – Verrückt?!?

Filed under: Alles,Lebendig,Persönliches,Spass am Leben,Studium — Julchen @ 11:48 am

Studium kommt von studere (lat) -sich bemühen, sich befassen mit, ein verschultes Studium, dass schulähnlich abläuft und keine intellektuelle Herausforderung darstellt, ist also kein Studium.

Auf der Suche nach Herausforderungen – wobei die größte momentan die Prüfungsordnungen darstellen dürfte – findet sich Wissen in schier unbegrenzter Form.

Von jetzt an werde ich die Welt durch die Augen eines Erstis sehen, der sich manchmal verläuft, (mittlerweile aber kaum mehr) und sich an der Uni schon richtig wohlfühlt.. 😉

Oktober 18, 2009

Ligretto-Regeln

Filed under: Alles,Lebendig,Spass am Leben — Julchen @ 6:25 pm

Ja, ich weiß, dass in der Spielanleitung steht, dass man nur jede 3. Karte angucken darf.
Aber dann wird es langsamer, diese „Hausregel“ unterstützt das Ligretto-Motto „schneller geht nicht“ doch nur.
Auf ganz viele schnelle Ligretto-Runden – mit dem eigenem Ligretto 🙂 freut sich die stolze Besitzerin des grünen Ligrettos 😉

August 24, 2009

Zelten an der Nahe

Filed under: Alles,Geschriebenes,Lebendig,Persönliches,Spass am Leben — Julchen @ 10:53 pm

Bei brüllender Hitze steige ich in den RB nach Köln, der mäßig klimatisiert ist – nicht zu kalt und nicht zu warm. Nach kurzer Pause zum Umsteigen in Köln erfolgt die Weiterfahrt in einem uraltem IC nach Mainz, der gar nicht klimatisiert ist und die alte Rheinstrecke mit wunderbarer Aussicht entlang tuckert: Sämtliche Berge, Schlösser, die Loreley sowie Last- und Fährschiffe sind zu betrachten, während der Fahrtwind am offenem Fenster die Haare verwuschelt. In Mainz geht es dann erstmal zum Löwen, wo es nach einer herzlichen Begrüßung und Beschnuppern :P Deutschländer mit Kartoffelsalat zum Abendessen und einen Film (Minority Report) als Betthupferl gibt. Und vom Balkon sieht man Sonne über Mainz untergehen…
Der nächste Tag beginnt mit Kaffee und Brötchen zum Frühstück, dem Einkauf von Wasser und Apfelschorle bei Real zur Sicherung der Wasserversorgung während der folgenden Tage und dem Einpacken ins Auto, das durchaus eine mittelgroße Herausforderung darstellt: 3 Zelte, Gasflasche, Grill, Taschen, Decken, Isomatten, Geschirr, Gitarre, Schuhe, etc. – alles musste verstaut werden. Gegen Mittag gelang uns auch dieses Kunststück und wir brachen auf zum Zeltplatz, zur Nahe, den wir aufgrund des Nawis sogar recht schnell fanden. Dort zelteten wir letztlich auf einer fussballfeldgroßen Wiese, wo Begrenzungshecken Schatten spenden, nur dafür haben wir halt kein Wasser und kein Strom am Platz.
Allerdings hatten wir einen prima Kühlschrank – eine mit Wasser gefüllte Corverbox, in der die Temperatur teilweise auf 25° Celsius stieg. Aber immerhin war es im unserem Kühlschrank 12° kühler als die Lufttemperatur, so dass es immer kühle Getränke gab. Am ersten Abend grieschichen Salat mit Fleisch; und die Abendessenzubereitung erfolgte (zur voller Zufriedenheit aller) in der klassischen Rollenverteilung: Wir Mädels schnibbelten den Salat in die Spülschüssel, während die Kerle grillierten. Mit gemütlichem Beisammensein bei Tee im Licht der Fackeln beendeten wir diesen Tag unter klarem Sternenhimmel.
Brot, leicht angelaufene Margarine, Nutella, Marmelade, Tomatenmark, Kaffee und Tee zum Frühstück – bevor wir die Mittagshitze an und in der Nahe verbrachten.

Nachmittags flogen wir aus, nach Bad Sobernheim zum Barfusspfad – der mit einem Lehmmatschbecken =) begann und mit einer Wasserseilbahn bzw. einer Hängebrücke endete – und im Anschluss zogen wir los: Mit 4 Löffeln bewafffnet kauften wir eine große Packung Eis (Fürst-Pückler-Art), die wir in der Fußgängerzone sitzend verspeisten – unter neidischen, teils aber auch unverständlichen Blicken der Passanten. Später gibt es zum Abendbrot Nudeln mit Tomatensoße.
Am Donnerstag ist es schon morgens schier unerträglich heiß, wir besichtigen mittags ein altes Kupferbergwerk in Fischbach, mit einer sehr interessanten Führung; und tief im Innerem des Berges lässt sich die Hitze vergessen. Abends wird nach einem abkühlendem Bad in der Nahe gegrillt, und der Nachtwächter kommt vorbei und warnt uns vor dem aufziehendem Gewitter. Wir warten, führen Diskussionen (was passiert, wenn wir ein Loch bis zum Pazifik buddeln? Läuft das voll Wasser?“) gehen irgendwann schlafen, bis um zwei sind nur in der Ferne Blitze zu sehen (hames behauptet der Blitz gehe von unten nach oben, der Blitz tut aber beides ;) –wieder was gelernt) , erst um halb vier beginnt der Regen, das Donnern, der Wind. Wir folgen dem Rat des Nachtwächters und begeben uns ins Waschhaus. Doch ich hab schon vorher kalt geduscht: Das Wasser unseres Zeltvordaches hat sich über mich ergossen. Im Waschhaus warten wir das Schlimmste ab, der Nachtwächter bewacht die Nacht, und das größte Unwetter verschont uns: Kein Sturm, kein Hagel, nur Regen, und am nächsten Morgen ist unser Mädels-Zelt ein Planschbecken. Der Himmel ist immer noch bewölkt, es regnet, es nieselt und zwischendurch schüttet es. Es ist bereits Mittag, es gibt kein Kaffee, kein Tee, kein Frühstück. Die Isomatten schwimmen, die Schlafsäcke sind nass, zwar soll das Wetter besser werden, doch wir wollen jetzt trocknen, kochen, schlafen, essen, und zwar nicht in einem Planschbecken. Eine Tafel Schokolade ist Frühstück und Mittagessen in einem, vorne an der Rezeption trinken wir noch einen großen Kaffee (mit unverschämt viel Kakaopulver :D), zahlen unseren Platz und beginnen im Nieselregen unsere nassen Sachen einzupacken um nach Mainz zurück zufahren. Dort ist das Wetter besser, wir trocknen die Klamotten im trockner und auf dem Löwen-Balkon, spielen abends Wizzard und Skip-Bo und grillen mit dem Camping-Grill aufm Balkon. Urlaub auf Balkonien und so.
Am nächstem Morgen werden verschiedene (mehr oder weniger ) intelligente Fakten konstatiert:
1. hames lässt sich nicht gerne kitzeln und sagt immer „Nicht hier, nicht jetzt, nicht heute“.
2. hames ist der Herr des Grills.
3. Die Margarine, die Rama, verändert ihre Konsistenz und ihren Geschmack in Abhängigkeit von Zeit und Temperatur: Sie trennt sich in ihre Bestandteile auf, wird flüssig, läuft durchs Auto, wird bergig, wird wieder fest. Nach einiger Zeit weißt die Margarine eine nicht unerhebliche Fleischbeilage auf, es handelt sich hierbei um Margarine mit pflanzlichen Proteinen, oder um nichtvegetarische Margarine. Guten Appetit!
4. Der Kaffee wird von Tag zu Tag stärker. 5 EL / Liter sind trinkbar. Das, was obendrauf schwimmt ist kein Fett, das auf mangelnde Spülkenntnissee hinweist, sondern lediglich ein Zeichen für starken Kaffee.
5. Inkonsequent: Metaller, die keine schwarzen Brötchen essen. (by Momoko) :hehehehe:

Die letzten Urlaubstage verbringen wir mit Ligretto – Ligretto START, Ligretto STOP – spielen am Rheinufer Uno und Momo und ich stellen fest: Trotz extremer Unmusikalität lässt es sich gemeinsam singen, sobald der erste Lachkrampf, verursacht durch Kackophonie, überwunden ist. Und wer unmusikalisch ist, stört sich wenigstens nicht an einer total verstimmten Gitarre, alles hat seine Vorteile ;).
Der Sonntag beendet unseren Urlaub mit einem arg tollen Gottesdienst in der FeG Mainz und die Heimfahrt beginnt: Ich finde im Zug einen Sitzplatz in Fahrtrichtung, inmitten einer bechernden und futternden Seniorengruppe, die ihren Selbstgebrannten und ihre Klopfer großzügig im Abteil verteilt…Mainz-Koblenz-Bonn-Köln-Solingen-Zuhause.

August 10, 2009

Zwei Wochen Bergfeuer

Filed under: Alles,Blog,Geschriebenes,Lebendig,Persönliches,Spass am Leben — Julchen @ 9:04 pm

Am Samstag um 4:45 wachte ich nach nur drei Stunden Schlaf auf – bereit um mit dem ICE nach Süden, gen Schweiz, zu fahren. Köln, Frankfurt, Mannheim, Karlsruhe, Freiburg, Basel. Mittlerweile ist es Mittag geworden und am Horizont sind erste, schneebedeckte Gipfel zu sehen. Berge. Alpen. Mit ICs der Schweiz, die eher an deutsche Res erinnern geht es weiter, über Bern, Visp und Täsch nach Zermatt.
Unsere Ferienwohnung liegt weit -30min schnellen Schritts- über dem Ort und ist nur über einen schmalen Fußweg zu erreichen. Also schnappen wir uns den Gepäckkarren und ziehen mit diesem ins Dorf, zum Bahnhof. Da Zermatt autofreie Zone ist werden wir auf den schmalen Gassen nur von E-Autos überholt. Direkt am Bahnhof steht dann auch der große Supermarkt, wo wir erst einmal für die nächsten zwei Tage einkaufen. Mit all den Einkaufen und dem ganzen Gepäck brauchen wir nun bergauf deutlich länger – und genießen endlich angekommen, auf unserem Balkon den gigantischen Ausblick aufs Matterhorn.

Die nächsten Tage sind recht abwechslungsreich: Wir laufen nach Findeln, fahren mit der Gornergratbahn auf 3089m.ü.M hinauf und wandern über Riffelberg und Riffelalp bergab nach Zermatt (1600m ü. M.). Am nächsten Tag genießen wir auf unserem Balkon die Sonne, liegen herum, spielen Karten – Skat, Doppelkopf, Wizzard – und mampfen Kekse.
Die heutige Wanderung war eine Monstertour: Wir fahren hinauf zum Trockenem Steg (2939m), laufen drei Stunden nach Schwarzsee (2583m) und steigen hinab nach Furri (1867m).

Allerdings findet mein Vater eine Abkürzung, einen trampelpfad den Steilhang gerade hinab, und glaubt, dass wenn er diesen Weg zügig mit Rucksack schafft, wir das das auch hinbekommen. Ich weiß jetzt aber immerhin, dass ich so was in diesem Tempo nicht schaffe, dass ich den Hang generell schon verdammt steil fand und dass man seine Grenzen im Gebirge auch klar erkennen können muss.
Jedenfalls war ich nach dieser Tour komplett fertig und zwei Tage später sind meine Knie derart blau, als das ich wohl oder übel zu Hause bleiben muss. Aber immerhin hab ich vom Balkon eine prima Aussicht auf die Berge, werde braun und blond und weiß nun, dass es nichts bringt die Füße parallel zum Berg beim Hinabsteigen zu haben. Der Berg sieht zwar weniger monströs aus, aber die Knie sind diese Art von Belastung noch weniger gewohnt und können sie so noch schlechter ab.
Tags darauf lassen wir es wieder eher ruhig angehen – wandern zum Almdörfchen Blatten durch die Gornergorge (Gornerschlucht) – beeindruckende Wassermengen fließen durch die Schlucht, die man auf schmalen Steigen durchquert. In Blatten ist der Ricola-Kräuter-Garten mit einer lustigen Rallye zu den ganzen verschiedenen Kräutern: Pfefferminze, Orangenminze, Thymian, Salbei, Holunder, Ehrenpreis, Spitzwegerich und vielen mehr.
Sonntag und Montag ist draußen eine einzige trübe Wolkensuppe. Es regnet, die Wolken wabern umher und die Berge sind verschwunden. Das Matterhorn taucht ab und an aus den Wolken auf – mit einer frisch gepuderten Spitze.
Erst ab Dienstag ist das Wetter wieder genial: Blauer Himmel, Sonnenschein und warm, aber nicht heiß. Ideales Wanderwetter, das genutzt werden muss: Wir erwandern das Tal mit dem Dörfchen Z’mutt und fahren am folgenden Tag hinauf aufs kleine Matterhorn (3883 m.ü.M.),

wo wir eine wunderbare Aussicht über mehr als 30 Viertausender genießen und das Matterhorn selbst nur noch ein Gipfel unter vielen ist. Wir laufen ein bisschen durch den Schnee, lassen uns vom Wind durchpusten, frieren, genießen die Aussicht und schauen im Gletscherpalast vorbei – ein Gletscher wurde im Inneren ausgehölt und ist begehbar. Ewiges, blau schimmerndes Eis und Gletscherspalten mal aus einer anderen Perspektive, von innen statt von oben, schon verdammt beeindruckend.
Am letzten Tag sind wir von der Sunnega über den Leisesee zum Stellisee zum Grünsee zur Riffelalp gewandert, wobei wir allerdings zweimal an ganz besonders tollen Plätzen pausiert haben: Erst auf Steinen in einem Gebirgsbach – eiskaltes und klares Wasser, eine Wohltat nach den warmen Wanderschuhen, und dann im Grünsee –PLATSCH!- im kalten Gebirgssee toben, spritzen, schwimmen und dann nichts wie weiter, denn dunkle Wolken sitzen ums im Rücken.

Ich mag Berge. Ich mag die Größe, in deren Angesicht der Mensch klein, machtlos und unbedeutend ist. Ich mag es, die enorme Schönheit und Rauheit der Natur zu erleben, die stärker ist als der Mensch. Ich mag es mich unter dem nahem Himmel frei zu fühlen, ich mag die Gipfelkreuze, die Kapellen am Wegrand, die zu jeder Tageszeit geöffnet sind und wo immer mal wieder jemand einkehrt, ich mag diese Welt, in der Gottes Anwesenheit konstant spürbar ist, wo er einfach im Alltag offensichtlich allgegenwärtig ist.
Hier kommt der Mensch nicht auf die Idee, dass er allzu viel Macht hat, zu sehr ist er auf gutes Wetter, auf keine Steinschläge, keine Lawinen und Moränen angewiesen. Hier ist der Mensch einfach nur Mensch.
Ein letzter Blick zurück auf die hohen Berge, aufs Matterhorn – und dann heißt es Abschied zu nehmen. Aus den Bergen hinfort, hinweg von den immer weißen Gipfeln.
So fahren wir dann nach Hause, die Berge sind aufgrund der Wolken nicht zu sehen, und die Zahnradbahn fährt immer weiter bergab.

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