justadreamer

März 28, 2011

Uns trennt die Zeit.

März 23, 2011

Filed under: Alles,Gesellschaftskritisches,Lebendig — Julchen @ 12:58 am

Wer flachgelegt wird, wirkt schnell flach.

Februar 24, 2011

Kleinkarierte Kästchen

25*13 kleine Kästchen auf der Lehne eine S-Bahn-Sitzes.
Ein kleines Kästchen, so groß wie die Kuppe eines Daumens, und ein Abstand zum nächsten kleinen Kästchen.
Jedes kleine Kästchen allein in der Kleinkariertheit des Musters.
25*13 kleine Kästchen auf der Lehne meines S-Bahn-Sitzes.
Eines für jeden Fahrgast in der S-Bahn, der alleine fährt und alleine weiter fahren wird. Der immer den Sicherheitsabstand zum nächsten Menschen einhält.
Jeder Fahrgast allein in der Kleinkariertheit seines Lebens.
25*13 kleine Kästchen auf der Lehne eines S-Bahn-Sitzes.
Wie all die Menschen um mich herum, anzuordnen mit System, in Reihen und Zeilen. Und nicht zu vergessen der Sicherheitsabstand. Wirklich berühren werden Kästchen einander nie.
Jeder Mensch allein in der Kleinkariertheit seines Lebens.
25*13 kleine Kästchen auf der Lehne jedes S-Bahn-Sitzes.
Eines für jeden Tag im Jahr, den man nicht nachträglich löschen möchte. Der immer für sich alleine stehen wird, es fehlt der rote Faden, wie zu oft.
Jeder Tag allein in der Kleinkariertheit des Lebens.
25*13 kleine Kästchen auf der Lehne eines S-Bahn-Sitzes.
25*13 kleine Kästchen auf der Lehne eines S-Bahn-Sitzes sind 325 Kästchen.

November 30, 2010

Akronym

Verdammt, bitte, Leute, googelt Akronym. Schlagt es im Duden und im Fremdwörterbuch nach, das Wort gehört zu meinem aktiven Wortschatz. Und ich hab heute gefühlt 100 Leute befragt, und heute Abend endlich wenigstens einen gefunden, der wissend war.  Warum wissen nicht mal lausige 20 Prozent was ein Akronym ist?

!Akronym!

März 21, 2010

Zeit zum Träumen

Man kann leben, essen, trinken, lernen, Freunde treffen, Spaß und Stress haben, und wenn man nicht aufpasst, geht die Zeit zum Träumen verloren.
Die Zeit des Tages, in denen man Gedanken und Spinnereien nachhängt, sich in selbst erschaffenen fiktiven „Was-wäre-wenn“ -Welten verliert.
In denen manchmal zauberhafte Sätze entstehen, bunte Bilder und wahre Worte den eigenen Kopf über Stift, Tastatur, Mund und Ohr verlassen. Gedankenluft.
Theoretische Fahrstunden bieten Zeit zum Täumen und lassen mich eine schon fast vergessene Tätigkeit wieder finden.
Ab jetzt wird wieder mehr geträumt, mehr geschrieben, und mehr gebloggt. Und doch:

Wird man Erwachsen wenn man die Zeit zum Träumen vergisst? Wenn Tagträume an Bedeutung verlieren?

Dezember 23, 2009

Warum Weiße Weihnacht ?

Filed under: Alles,Geschriebenes,Gesellschaftskritisches,Philosophisches — Julchen @ 10:12 pm

Sie alle träumen von einem weißen Weihnachtsfest. Von Tannenbäumen, die romantisch eingepudert sind, von Schnee in den Wäldern, auf den Wiesen und Feldern. Doch warum? Warum Schnee? Weil es hier etwas besonderes, etwas nicht alltägliches ist, genauso wie Weihnachten, die Geburt Jesu nichts gewöhnliches ist? Weil es diese besondere Atmosphäre, die über diesem einzigartigen Fest liegt, noch unterstreicht? Weil es nostalgisch ist und die Älteren weiße Weihnacht aus ihrer Kindheit als „normal“ kennen?

Weiße Weihnacht impliziert Schnee. Schnee zum Schüppen, wer einmal 30cm Neuschnee weggeschaufelt hat, weiß was das heißt: Viel Zeit zum Nachdenken. Schnee verursacht Stille, dämpft alle Geräusche, verschluckt Schritte, knirscht unter den Füßen.
Schnee stoppt die Zeit, hält die Zeiger an: Kaum einer fährt mit dem Auto auf eingeschneiten Straßen, alle sind fußläufig, langsam, haben Zeit für Spaziergänge und Schneeballschlacht. Termine, Stress fallen aufgrund von widrigen Witterungsverhältnissen weg.
Schnee macht „hell“. Es braucht nur ein bisschen Sternenlicht oder Mondenschein, und die Nacht ist nicht mehr dunkel und finster. Im Schnee liegen und den Blick nach oben, auf den sternenklaren Winterhimmel gerichtet haben.
Schnee versteckt alles. Geräusche, Gräser, Blumen, Bäume, Autos. Schnee deckt alle(s) zu. Schnee kann erdrücken und scheinheilig weiß wirken.

Aber dieses Jahr: Weiße Weihnachten mit dem (restlichem) Schnee von den großen Mengen Neuschnee vom Sonntag, der für ein bisschen weihnachtliche Romantik reicht, und nicht die Luft zum Atmen nimmt.

Oktober 18, 2009

Beobachtungen (Im Herbst)

Filed under: Gesellschaftskritisches — Julchen @ 6:40 pm

Es regnet. Mal mehr, mal weniger. Es nieselt oder es plätschert. „Land unter“ ist das Motto des Herbstes. Laub liegt auf den Schienen, manchmal kommen Züge, manchmal haben sie Verspätung und manchmal fallen sie aus.
Das perfekte Chaos. Der Wind pustet über die Bahnsteige, über die Bahnsteige voller Menschen. Reisende, Pendler, Ausflügler, eine Betrunkene. Die Stadt lebt, auch wenn es dunkel ist. Zwei können sich nur schweren Herzens voneinander trennen, ihnen kommt die Verspätung des Zuges gerade recht. Die Betrunkene torkelt und verliert ihre Mütze. Jemand trägt sie ihr hinterher. Der Zug kommt. Die Betrunkene balanciert auf der Kante. Drei Wartende greifen beherzt zu. Alles gut gegangen, an diesem Abend im Herbst. Der Zug kommt, und fährt weiter.
Die Betrunkene bleibt zurück.

August 31, 2009

Erwachsen werden

Wir sollen groß sein und Verständnis haben, auch wenn wir noch ganz klein sind. Wir müssen Erwachsen werden, das erste Mal einen Vertrag unterzeichnen, Bewerbungsgespräche führen, ein Konto eröffnen, wählen gehen.
Aber Erwachsen werden heißt nicht sich anpassen, das Ich aufzugeben, sondern Verantwortung zu übernehmen und Rechte zu erhalten.
Erwachsen werden geht nicht von heute auf morgen, schließlich ist 18 nur das Alter der Volljährigkeit.
Und wer dem Kind in sich nicht genug Platz zum Leben gibt, wird wohl nie Erwachsen werden…

August 25, 2009

Philosphie ist Lüge…

Filed under: Alles,Gesellschaftskritisches,Philosophisches — Julchen @ 11:44 am

und Filosofie sowieso. 

Denn sie ruft auf zum Wahrheit sehen durch objektives Betrachten von Situtationen und Gedanken, ohne dabei zu berücktsichtigen,  dass der Mensch als Mensch nur begrenzt, sehr begrenzt, objektiv sein kann. Völlige Objektivität zu beanspruchen ist falsch, ein jeder ist durch bestimmte Werte und Normen, kulturelle Erziehung und letzendlich auch durch sein Weltbild innerhalb eines gewissen Rahmens festgelegt.

Philosophie fordert dazu auf, andere Weltbilder kennen zu lernen, aber ohne gänzlich andere jemals als echte „wahre“ Alternative in Betracht zu ziehen. Denn wir sind, wie wir sind und können halt nicht aus unserer Haut. Wir belügen uns selbst in unserer Subjektivität.

Religion ist hierbei zumindest ehrlicher, man steht zu seinem subjektivem Weltbild, dass viele andere teilen, und behauptet gar nicht erst, dass dieses neutral ist. Weil es das nicht ist. Es gibt ja Gott.

Juni 1, 2009

Buskampagne für Atheismus

Filed under: Alles,Gesellschaftskritisches,Lebendig,Philosophisches — Julchen @ 1:45 pm

Diese „Buskampagne“ tourt jetzt durch Deutschland, nachdem hier in den meißten Städten die Verkehrsvertriebe sich weigerten mit einer solchen „Werbung“ durch die Stadt zu fahren.


Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott!

Lediglich in Essen fahren so plakatierte Busse rum, während in Großbritannien z.B. mehr als 800 Busse seit Anfang des Jahres durch London und Umgebung fahren.

Die Kampagnenstarter fragen sich jetzt natürlich zu Recht, warum ihre Werbung abgelehnt wird, warum religiöse Inhalte beworben werden dürfen, und andere Weltanschauungen nicht. Wo die Toleranz bleibt.
Anderseits: Wird jetzt schon begonnen für den Atheismus zu missionieren? Zwangsmission mal anders?

Dortmund jedenfalls hat sich wohl gedacht „Angriff ist die beste Verteidigung“ (Ausschnitt aus dem Zeit-Interview mit Philipp Möller,28,Grundschullehrer, Gründer der Kampagne):

Zitat:
ZEITmagazin: Und die Stadt Dortmund hat Ihrer Kampagne gleich Busse vorausgeschickt mit dem Slogan: „Keine Sorge, es gibt Gott“. Möller: Während wir dort abgelehnt wurden, darf ein solcher Bus fahren. Da hat man wohl die richtigen Männer an den richtigen Positionen. Dabei sind im Grundgesetz Weltanschauungen und Religionen gleichberechtigt. Da mache ich mir schon Gedanken über die Säkularität in diesem Land.

Wie viel Aufmerksamkeit/Wirkung erzielt die Kampagne überhaupt? Wird sie durch den Zusatz „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ (schließlich ist auch Gottes Nicht-Existenz nicht beweisbar) zu lasch?

Regt sie wenigstens zur Diskussion oder zum Nachdenken an? Gehört sie verboten?
Oder sehen nur die Verkehrsbetriebe das so kritisch und steht da in Wirklichkeit kaum einer hinter? Ist die Werbung auf den Bussen vielleicht ganz egal?

Ich persönlich bin auch der Meinung, das man das ganze echt gelassen sehen kann – wie es auch sowohl vom Zentralrat der Juden als auch von Priestern in Essen gesehen wird:

Zitat:
„Gott ist tot‘, sagt Nietzsche, ‚Nietzsche ist tot‘, sagt Gott.“

Und auf der Spendenseite findet man sogar jemand, der sich Christ nennt, einen 1 Euro gespendet hat (wahrscheinlich nur) um folgende Nachricht zu hinterlassen:

Zitat:
Werbepsychologisch gesehen zieht ihr mit eurer Buskampagne die Aufmerksamkeit nicht etwa von GOTT weg, sondern auf ihn hin. Durchaus unterstützenswert…

Was haltet ihr von dem ganzen?
Das gesamte ZEIT-Interview
und die Seite der Buskampagne

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