justadreamer

Juni 25, 2008

Sommerpause.

Filed under: Alles,Lebendig,Persönliches,Spass am Leben — Julchen @ 10:52 pm

Sommer, Sonne und Sonnenschein.

Genießt das Wetter! Egal ob es regnet, oder ihr bei 40° im Schatten schwitzt, geht ins Freibad, an den See, oder unternehmt irgendwas anderes Lustiges. Hört auf, vorm PC zu hocken. Bis August werde ich maximal einen Beitrag pro Woche schreiben, denn auch ich habe Ferien. Die letzten Sommerferien um genau zu sein.

– Sommerpause I –

Verrückt.

Filed under: Alles,Alltag,Lebendig,Spass am Leben — Julchen @ 2:55 pm

Letzter Schultag. Schlechtes Wetter. Gute Freunde. 20 km für ein Zeugnis.

Mit den Fahrrad zur Schule fahren, auch wenn es gewittert, eine Stunde dauert und man alleine den Weg nie finden würde. Vollkommen sinnlos, aber lustig. Schön, wenn man Freunde hat, die sich an solchen Aktionen beteiligen :).

Juni 24, 2008

Fahrkartenkauf bei der Bahn

Filed under: Alles,Alltag,Gesellschaftskritisches,Lebendig,Persönliches — Julchen @ 7:03 pm

Bahnfahren: Die Probleme beginnen schon vor der Abfahrt. Unübersichtliches Preissystem. Seltsame Verkaufsstrategien. Nervende Softwareprobleme. Irreführung.

Bahncard 25 oder doch lieber den Sparpreis? Für 29€ oder 39€ oder 49€ oder 59€ innerhalb von Deutschland ICE fahren. Aber nur auf bestimmten Verbindungen, und natürlich nur so lange der Vorrat reicht. Auch gibt es hier keinen weiteren Bahncard Rabatt. Und wehe dem, der es vorzieht die Fahrkarten mit persönlicher Beratung am Schalter zu kaufen, denn der zahlt drauf. 5€ pro Fahrkarte. Muss ich dann bald bei Aldi dafür bezahlen, dass die Kassiererin kassiert?

Aber all das wäre ja nicht so schlimm, wenn ich eine Alternative hätte: Doch die DB-Automaten scheinen regionsweit ein Softwareproblem zu haben, sie sind einfach abgestürzt und reagieren auf keinerlei Befehle. Und selbst wenn diese funktionsfähig wären, so bräuchte man noch immer eine Geldkarte. Ohne Geldkarte keine Fahrkarte.

Auch das Buchen im Internet scheint ohne Geldkarte kompliziert, fürs Lastschriftverwahren muss man sich erst registrieren, und dann noch per Post anmelden. Doch dies erfährt man natürlich erst, nachdem man begeistert gute 10 Formulare ausgefüllt hat. Prima. Alles doof.

Deutschlandtickets, mit denen man bis zu 5 Personen fahren kann, aber nur im Regionalverkehr, gibt es ab 35€ und lohnen sich nicht, wenn man alleine fährt. Außerdem erhöhen diese die Anzahl der Umstiege. Manchmal entdeckt man sogar einen Sparpreis 50, wenn man Hin- und Rückfahrt gelichzeitig bucht. Manchmal nicht. Hmja.

Edit: Ich habe jetzt trotzdem irgendwie meine Fahrkarten gekauft.

And the winner is…

Filed under: Alles,Lebendig,Mathematik,Persönliches,Schule — Julchen @ 11:55 am

Gewonnen beim OTW 2008. Die letzte Chance erfolgreich genutzt.

Sieg bedarf keiner Erklärung, Niederlage erlaubt keine.

Juni 19, 2008

Zentralabitur

Filed under: Alles,Gesellschaftskritisches,Schule — Julchen @ 8:00 pm

Zentrale Prüfungen sollen eine Qualitätssicherung sein. Schulen sollen vergleichbar werden, um damit auch das Abitur gleichwertiger zu machen. Doch wer garantiert Qualität, wenn die Umsetzung scheitert? Angst vor zentralisierter Bildungspolitik. In die Breite und nicht nach Vorne. Kein Fortschritt. Stillstand trotz Veränderung.

NRW hat Zentralabitur. Und das nicht erst seit diesem Jahr. (Sondern seit letztem.) Wobei wirklich zentral ist auch das Zentralabitur nicht, nämlich nur NRW-weit zentral, die Klausuren werdem nicht von der gleichen Person korrigiert und auch die Schüler, die Lehrer von ganz unterschiedlicher Qualität haben, blicken dieser Prüfung mehr oder minder gut vorbereitet entgegen. Obwohl sich sicherlich jede Lehrkraft bemüht, ihren Kurs optimal vorzubereiten. Trotzdem: Echt zentral ist hier gar nix, alles ist bestenfalls eine gute Approximation.

Denn eine einheitliche Bildungspolitik für ganz Deutschland scheint nicht vertretbar zu sein, es ist unmöglich für Sachsen, Bayern und NRW und die anderen Bundesländer die gleichen Richtlinien festzulegen, die gleichen Schulbücher zu drucken und die gleichen Prüfungen zu erstellen. Denn die Angst vor der längst vergangenen Zentralisierung im 3. Reich sitzt immer noch tief, und so wird so wenig wie möglich zentralisiert. Zwar erhöht sich die Anzahl der Arbeitsplätze in der Schulpolitik natürlich um ein Vielfaches, aber das ist ja auch wenn es um unnötig gemachte Arbeit geht, erstmal durchweg positiv.

Schüler werden also zentral geprüft, doch wer prüft Lehrer zentral und in regelmäßigen Abständen auf ihre Kompetenz? Auch das würde zur Qualitätssicherung in Schulen beitragen, die schließlich seit PISA besonders wichtig geworden ist. Und nun sollen zentrale Prüfungen – Lernstandserhebungen, Abschlussprüfungen und Zentralabitur – uns weiter helfen um genau zu analysieren, wer was nicht kann. Manche Schulen nehmen es jedoch vor allem bei den erst genannten Prüfungen mit der Aufsicht nicht ganz so genau, um ein schlechtes Abschneiden der Schüler zu verhindern werden bei Pfuschversuchen lieber alle Augen zugedrückt.

Und so haben wir jetzt einen Haufen von Vorschriften für das Abitur, ein breitgefächertes Spektrum an Möglichkeiten, doch das allein macht noch keinen Fortschritt aus. Natürlich hat das Zentralabitur auch seine positiven Seiten, wenn es sie auch manchmal sehr gut verstecken kann: Es muss nicht mehr jeder Lehrer seine eigenen Aufgaben erstellen (weniger Arbeitaufwand), und Schüler fühlen sich vielleicht gerechter behandelt. Vielleicht. Denn ein Zentralabitur, das wiederholt werden darf unter bestimmten Bedingungen, ist nicht mehr gerecht. Und falls wemauchimmer nächstes Jahr sonstwas nicht passt, dann will der auch neuschreiben. Und warum sollte man ihm das verweigern? Da hat jemand Angst vor Konfrontation und steht nicht hinter den Aufgaben und macht sich dadurch unglaubwürdig und angreifbar. Schließlich kann man selbst fehlerhafte Aufgaben bearbeiten, wenn man vor lauter Rechentechniken den Sinn fürs logische Denken noch nicht verloren hat.

Juni 14, 2008

Eine eigene Welt

Filed under: Alles,Blog,Geschriebenes,Lebendig,Spass am Leben — Julchen @ 12:02 pm

Aneinander gereihte Buchstaben. Viele Wörter. Satz an Satz. Seite über Seite. Gefühle, Inhalt, Geschichte, Spannung, Ereignisse, Träume, Leben und vieles mehr dazwischen. Buch neben Buch. Ein ganzes Geschichtenmeer.

Bücher eröffnen ganz eigene Welten, und zu manchen Geschichten fühlt man sich besonders hingezogen, je öfter man sie ließt, um so lieber gewinnt man sie. Und trotzdem entdeckt man jedesmal ein neues Detail, eine Kleinigkeit, in dieser in sich abgeschlossenen Welt. Bücher eröffnen Welten, in die man sich flüchten kann. Und jeder hat wohl einige Lieblingsbücher, die liebevoll behandelt werden, auf gar keinen Fall verliehen werden, und regelmäßig gelesen werden. Zwei dieser meiner Bücher sind:

Bibbi Bokkens magische Bibliothek von Josteein Gardner und Klaus Hagerup, einBuch über Freundschaft, über Brieffreundschaft über Schreiben und über Bücher. Ein Buch über die Macht der Phantasie, die Entstehung von Büchern, ein Buch, das neue Welten in Büchern aufzeigt, unterhaltsam und spannend ist.

Das goldene Labyrinth von Celia Rees ist zwar ebenfalls ein Jugendbuch, aber es steht auch schon seit vielen, vielen Jahren in meinem Regal, um genau zu sein seit 7 Jahren. Es is ein beeindruckendes Buch über kleine Details, über Vergangenes und überAutismus. Und nebenbei geht es um ein Computerspiel, das Wirklichkeit zu sein scheint.

Zwei Bücher, zwei zusätzliche Welten, in denen ich mich wohl fühle. Es geht doch nichts über Paralellwelten. Denn auch wenn nicht jeder in eine Geschichte hinein- und hinausgelesen werden kann ( wie in Cornelia Funkes Tintentriologie, von der mir übrigens nur der erste Band gefällt), ein Stückchen vermischen sich die Welten doch.

Juni 12, 2008

Hauptsache Schlaf!

Filed under: Alles,Alltag,Lebendig,Persönliches — Julchen @ 8:19 pm

Ich bin müde. Mein Schafrythmus glänzt durch seine Nichtexistenz. Schlafen ist bitter notwendige Zeitverschwendung. Und Koffein macht, das alles wieder gut ist.

Ich kann imme run überall Schlafen, nur nicht nachts. Ich schlafe vor und anch dem Mittagessen, während der Freistunden, nach dem Mittagessen, auf Stühlen und Bänken, Tischen und Heizungen, in der Bahn und im Bus.

Ich trinke Kaffee, lutsche Energy-Bonbons, und trinke die billig Version von Red Bull von Kaisers. Ich zittere vor Müdigkeit und wegen des hohen Koffeeingehalts. Ich zittere vor Kälte und friere. Und zittere. Und habe Hunger obwohl mir schelcht ist. Tiefe Augenringe lassen mich unmenschlich wirken, und das Flattern der zufallenden Augen nervös. Meine Gedanken gehen im Kreis, mein Tatendrang ist geringer als der einer Schnecke.

Aber jetzt reichts. Ich bin es gewohnt morgens im Bus einzuschlafen, das lohnt sogar für 30 min. Aber nicht mehr aufzuwachen bin ich nicht gewohnt. Und so bin ich in der „Weltmetropole am Rhein“ gelandet, bemerkte schon beim ersten schläfrigem Blick aus dem Fenster: „Scheiße. Das kenn ich nicht. Ich bin falsch. Es ist 8:10 Uhr. Mist, Verdammter. Egal. Komm ich halt zu spät. Kann ich noch was schlafen.“

Heute geh ich früh schlafen. Ganz sicher. Ganz gleich. Also bald. Um 19 Uhr. Um 20 Uhr. Jetzt ist es 21: 15 Uhr und ich lebe noch und zittere noch, aber ich trinke grade kein Koffein. Ich schlucke es auch nicht. Ich schlafe aber auch nicht!

Juni 3, 2008

Die Bahn macht mobil – The Bahn makes mobil – Le Bahn fait mobilment

Sie sind unternehmungslustig?
Sie sind umweltbewußt?
Sie sind kontaktfreudig?
Fahren Sie mit der Bahn und ihre Wünsche werden in Erfüllung gehen…

Voller Vorfreude auf stinkende und klapprige S- und Regionalbahnen, Baujahr 1979, stehen Sie am Bahnhof. Der Fahrkartenautomat weigert sich, ihre Geldscheine zu schlucken, und auch die EC-Karte scheint ihm nicht zu schmecken. Sie geraten in Panik – noch zwei Minuten bis Ihr Zug kommt. Endlich haben Sie es geschafft, sich eine Fahrkarte zu kaufen; über den Preis wollen wir erst gar nicht sprechen. Doch von ihrem Zug ist nichts zu sehen. Prima. Ihr Tag fängt ja schon gut an. Und warum? Weil sie auf das deutsche Dienstleistungsunternehmen mit dem schlechtesten Ruf angewiesen sind.

Sie warten auf dem kalten Bahnsteig und erfahren nichts über den Verbleib ihres Zuges, die Bundesbahn gibt schließlich keine Informationen an so unwichtige und minderwertige Kreaturen wie Kunden weiter. Nachdem Sie genau sieben Minuten und sechsunddreißig Sekunden gewartet haben, sehen Sie ihre Regionalbahn in der Ferne auftauchen. Sofort dürfen Sie feststellen, das die Deutsche Bahn doch viel liebenswürdiger ist, als Sie bisher angenommen haben und sich auch noch rührend um ihre Gesundheit sorgt: Diesmal müssen sie zwar ausnahmsweise nicht den Bahnsteig wechseln, nicht treppauf, treppab rennen, es kommt viel besser: Ihr Zug rast durch den Bahnhof, ihre mitleidenden Mitreisenden bleiben starr vor Schreck stehen und blicken entsetzt dem sehnsüchtig erwarteten Zug hinterher. Doch zum Glück überlegt es sich der Lokführer nun doch noch anders und bremst: Die letzte Tür des hintersten Wagens bleibt gerade noch am Bahnsteig stehen. Begeistert dürfen Sie los sprinten – den ganzen langen Bahnsteig entlang – um dann im Ziel zu hören: „ Ja wird’s mal? Wir haben sowieso schon Verspätung!“. Als ob das nicht allgemein bekannt wäre. Sie können schließlich nichts dafür, dass der Lokführer heute arbeiten muss und nicht weiter streiken darf. Aber: Gemeinsames Fluchen fördert die Solidarität der Bahnfahrer, die sich mittlerweile pudelwohl fühlen: Die Zugtüren lassen sich nur unter immensen Kraftaufwand öffnen und die Abteiltüren gehen wenn es ihnen beliebt selbstständig auf und zu. In der Nähe der Toilette ist ein enorm hoher Anteil übelriechender Geruchspartikel vorhanden und der Boden geflutet. Auf gut Deutsch: Sie sitzen in einer fahrenden Kloschüssel. Da kommen doch Glücksgefühle auf!

Ein junger Ausländer brüllt in sein Handy, ein Hopper übt sich in Lärmverschmutzung mit Gestottere aus minderqualitativen Lautsprechern, kurz gesagt, die Atmosphäre ist perfekt.

Andererseits: Sie wollten schon immer seltsame Menschen kennen lernen und interessante Gespräche führen? Nein, nicht etwa im Theater oder einem anderen kulturell wertvollem Ort ist ihnen dies möglich, sondern in der Bundesbahn. Wo sonst können sie einen geschniegelten Anzugtypen, der mit seinem I-Pod der neusten Generation Tokio Hotel hört, treffen? Oder die Konfrontation der beiden wenig intellektuell begabten Tussen, deren Wortschatz auf „chillen“ und „ey Alter“ begrenzt ist, mit einem konservativen, älteren Herren, live mitbekommen?

Beim nächsten Umsteigen erleben Sie eine Überraschung – nicht das ihr Zug auf einmal pünktlich wäre, aber sie werden informiert: Aus alten knarzenden Lautsprechern kommen Durchsagen, die sie einem Herzinfarkt nahe bringen. Die Spannung steigt, während Sie in absoluten unnötigen Informationsbergen zu ertrinken drohen:

Aufgrund einer Signalstörung…
Bitte was ist eine Signalstörung? Und warum ist die Deutsche Bahn nicht in der Lage ihre Signale vernünftig zu warten? Oder handelt es sich hierbei etwa um eine billige Standardausrede? Hat der Schrankenwärter in der Eifel zu langsam gekurbelt, kommt der Zug wegen einer Signalstörung zu spät….

…wird der ICE 527 von Dortmund, Abfahrt 6:23 Uhr nach Garmisch
Partenkirchen, Ankunft 13:32 über Köln, Frankfurt, München planmäßige Abfahrtszeit 8:48 an Gleis 7…

Im Ernst?! Eigentlich Sind sie ja schon in der Lage einen Fahrplan zu lesen; oder?

…wenige Minuten später eintreffen…
Herrlich, endlich einmal eine konkrete Angabe. Sie sind gerettet.

…Wir bitten um ihr Verständnis…
Verständnis? Also, bei aller Liebe, wenn es eines gibt, was ein Bahnfahrer in diesem Moment nicht hat, dann Verständnis.

So sehen sie erst nach einem ereignisreichen Tag ein, dass die Bahn mobil macht – und zwar ausschließlich die Kunden, die auf geeignetere Fortbewegungsmittel wie Autos, Fahrräder und Bobbycars ausweichen müssen.

Edit: Literaturkursaufführung überstanden 😉